Fünf Jahre Berlin, neuer Job, neue Wohnung, trotzdem fühlt sich Hanna abgehängt. Alle seien sie erfolgreicher, cooler und glücklicher als sie. Arroganter Boss, keine Liebe, nicht mal Sex. Das kann sich in der schnelllebigen Metropole mit einem Wimpernschlag ändern – würde es diese queere Chaos-Queen of Color nur nicht so oft wieder vermasseln. Das Leben bleibt eine Baustelle. Darin erinnert auch die zweite Staffel von „Loving her“ an ihre berühmten US-Vorbilder. Die Produktionsbedingungen allerdings sind andere. Als schnelle Serie für zwischendurch weiß „Loving her“ mit ihren flott und kompakt erzählten Folgen zu gefallen. Die Szenen kommen ohne Erklärungen schnell zur Sache. Der Tonfall ist zwar leicht und locker, dennoch werden die Probleme mit der Liebe, der Fruchtbarkeit, dem missbrauchten Vertrauen oder dem freundschaftsgefährdenden Narzissmus nicht auf die leichte Schulter genommen oder gar zum Pointen-Futter verarbeitet. Trotz „Instant-Dramedy“-Format sieht das filmisch häufig richtig gut aus. Und auch alle Figuren sind durchweg gut besetzt.





















