Foto: WDR / Martin Valentin Menke In Köln häufen sich die Überfälle auf Paketdienst-Transporter, besonders vor Weihnachten. Jetzt gibt es sogar ein Todesopfer. Der „Tatort – Des anderen Last“ (ARD / Bavaria Fiction) ist ein Whodunit, auch wenn er sich nicht immer so anfühlt. Der Grund: Die bewegenden Drama-Nebenplots sind so schlüssig und flüssig in die Krimi-Handlung integriert, sodass man zwischenzeitlich vergessen kann, dass hier doch eigentlich ein Mörder gesucht wird. Und statt Ermittler-Routine mit den üblichen W-Fragen darf die Kollegin Förster undercover ins vorweihnachtliche Geschehen eingreifen. Der Krimidrama-erfahrene Zuschauer wird des Rätsels Lösung möglicherweise nach einer Stunde erkennen; dieser Subtext-reiche „Tatort“ bleibt dennoch bis zum Schluss spannend, weil er ein so tragisch-trauriges Schuld-und-Sühne-Motiv vielschichtig ausspielt. Doch neben dem dichten Buch und der stimmigen Besetzung ist der angenehme Flow vor allem auch der Sinnlichkeit der Inszenierung zu verdanken.





















