Foto: Degeto / Britta Krehl Ein von Angststörungen geplagter Professor und eine emotional intelligente Kellnerin mit pädagogischem Talent sollen Kinder für Mathematik begeistern. Eine Uni-PR-Aktion, die spätestens dann nach hinten losgeht, als der egozentrische Vater des Mathe-Genies, ein abgetakelter Ex-Komiker, ins Spiel kommt. „Liebe ist unberechenbar“ (Degeto / Moviepool) bringt Sommer und Sonne in die grauen Januartage. Es ist ein lebenskluger Wohlfühlfilm, der sein Herz für Außenseiter unaufdringlich an die Zuschauer*innen bringt. Das beginnt bei der Dramaturgie und setzt sich sehenswert in der luftig-leichten Inszenierung fort. Heino Ferch und Tanja Wedhorn erfüllen die hohen Erwartungen, die man an sie stellen darf. Er gibt den Mann mit Psycho-Handicap gewohnt hauchzart, sie überzeugt als liebenswerter Wirrkopf. Der Film beginnt mit Screwball-Comedy-Situationen, besitzt ernsthafte Dramedy-Momente und gewinnt selbst noch dem oft gesehenen romantischen Last-Minute-Rescue am Flughafen etwas Neues ab. Und dann ist da noch der unnachahmliche Michael Gwisdek in einer seiner letzten Rollen, der seine nicht ganz klischeefreie Figur nuancenreich ins Ziel bringt.

















