Foto: ZDF / Heinz Wehsling „Dengler – Fremde Wasser“ ist die vierte ZDF-Verfilmung eines Romans von Wolfgang Schorlau. Es geht um die verheerenden Folgen der Privatisierung der Wasserversorgung, die weltweit immer mehr Menschen von einem Zugang zu sauberem Wasser ausschließt. Ein perfekter Fall für den systemkritischen Privatermittler. Das Verhalten einiger Charaktere ist ambivalent, und die genretypischen Situationen, beispielsweise die zeitgleichen Mehrfach-Beschattungen, entpuppen sich als vielschichtiger als zunächst oft angenommen. Grundlage für die ausnehmend gut funktionierende Spannungsdramaturgie ist die vorzügliche Informationspolitik des Films. Das Genre, nicht das Thema, bestimmt die Struktur der Geschichte. Und so ist „Fremde Wasser“ ein tadeloser Thriller mit großen Momenten.


















