Foto: Degeto / Hendrik Heiden Die beiden Hauptfiguren der ARD-Freitagsreihe „Zimmer mit Stall“ (Degeto / Roxy Film), die mit den Episoden acht und neun in die nächste Runde geht, wissen mittlerweile, was sie aneinander haben. Und wenn es auch nur die Bestätigung des Bildes ist, das jeder vom anderen besitzt. „Der Wahnsinn ist das“, meckert der Alte, „das nennt man Leben“, kontert die Frau, die all das, was sie einst als Flugbegleiterin verpasst hat, in Windeseile nachholen möchte. Das könnte in „Über alle Berge“ mit einem Mann ohne Gedächtnis ins Romantische driften. Für Romantik anderer Art sorgt die Episode „So ein Zirkus“, in der ein kleiner Roma-Familien-Zirkus Vorurteile und Ressentiments bei den Dörflern weckt. Aber es gibt ja auch noch den Fuchsbichlerhof… So bunt diese Zirkuswelt, so skurril bisweilen das Treiben, weil die Liberalen ständig in Angst leben, ins pc-Fettnäpfchen zu treten, während der Stammtisch Beleidigungen ausprustet. Der zweite Film besticht durch seinen leicht surrealen Touch und überzeugt vor allem auch optisch. Das Gespann Szyszkowitz/von Thun bleibt die halbe Miete. Dramaturgisch verlässt sich die Reihe jedoch sehr auf Bewährtes. Mehr Charakter-Arbeit und mehr Variation beim Handlungsverlauf würden nicht nur dieser Reihe gut tun.


















