Foto: MDR / Hardy Spitz Kommissarin Gorniak hat die gleichen Symptome wie die Frau, die beim Gerichtsmediziner auf dem Tisch liegt. Alles deutet auf Giftmord hin, nachweisen aber lässt sich das nicht. Der „Tatort – Unsichtbar“ (MDR / MadeFor Film) lässt von der ersten Minute an keinen Zweifel daran, dass einen alles andere als Ermittler-Routine erwartet. Die Schmerzen einer Haupt- und Identifikationsfigur, Stalking bis hin zur akuten Lebensgefahr – das sind die Elemente eines klassischen Thriller-Plots, dem zu Beginn etwas mit Whodunit-Methoden auf die Sprünge geholfen wird. Außer Kraft gesetzt wird gleich mal eine der ersten Voraussetzungen für kriminalistische Arbeit: die Feststellung der Tötungsart. Mord ohne jeden Hinweis auf Mord. So ein bisschen ist dieser „Tatort“ also auch ein Meta-Krimi, eine klug ausgedachte, moderate Genre-Dekonstruktion. Clever auch die Kombination mit dem Motiv der unsichtbaren Bedrohung der Kommissarin, inklusive einer packenden Exkursion in Karin Gorniaks Vergangenheit. In Auge und Ohr sticht ganz besonders auch die flüssige Inszenierung von Grimme-Preisträger Sebastian Marka: ein hoch sinnlicher Flow aus markanten Bildern und elektronischen Sounds. Einen kleiner Abzug in der B-Note gibt es für die Dramaturgie.


















