Foto: BR / Hendrik Heiden Der BR-„Tatort – KI“ (Bavaria Fiction) erzählt von einem Computerprogramm, das mit dem Benutzer kommuniziert, das von ihm lernt und das so in der Lage ist, ein immer komplexeres Gespräch zu führen. Und wer einsam ist, der fühlt sich dieser „Maria“ bald näher als jedem Menschen. Im lebensentscheidenden Moment aber ist diese Software keine gute Freundin. Eine Künstliche Intelligenz zu einem libidinös besetzten Hauptakteur zu machen und sie auch noch als wichtige Funktion für die Krimigeschichte zu nutzen, ist eine großartige Idee. „KI“, visuell und den Flow betreffen eine Offenbarung, bietet weder ein obercooles Zeitgeist-Scenario noch wohlfeile Zeigefinger-Moral. Die KI wird nicht als autoritärer Machtapparat präsentiert, sondern wird zur liebenswerten Wunschmaschine. Die Regie und alle Gewerke haben dieser Geschichte eine betörende Form gegeben, in der sich die Faszination für die technischen Möglichkeiten – sowohl der KI als auch des Mediums Film – vermittelt.


















