Foto: Degeto / Ziegler Film / Menke Das Geiseldrama, das im August 1988 bei einem Banküberfall in Gladbeck seinen Anfang nahm, als atemberaubender Thriller: Das ständige Auf und Ab in jenen 54 Stunden, die Nervosität, Angst und Verunsicherung, die Momente der Hoffnung auf einen guten Ausgang – all das wird in „Gladbeck“ (Degeto, SR / Ziegler Film) ungemein dicht und intensiv erzählt. Im Mittelpunkt der akribisch recherchierten Chronologie stehen das Versagen von Polizei und Medien, die das Verbrechen zu einem zynischen Live-Schauspiel machten. Die Täter Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski, von Sascha Alexander Geršak und Alexander Scheer verblüffend genau verkörpert, bleiben auf das Notwendige reduziert. Dafür wird das Leid der Angehörigen der erschossenen Silke Bischoff und Emanuele di Giorgi mit in den Blickpunkt gerückt. Herausragend auch das Szenenbild, das die 1980er Jahre wieder aufleben lässt.


















