Foto: Degeto / Susanne Schroeder Ein (un)glücklicher Zufall lässt zwei grundverschiedene Menschen einander begegnen: einen Architekten, der unter Zwangsstörungen leidet, und eine alleinerziehende Mutter mit massiven Existenzsorgen. Liebe auf den ersten Blick ist das nicht. Während aber im Leben meist nur der erste Eindruck zählt, bekommen die ungleichen Charaktere in „Pohlmann und die Zeit der Wünsche“ (Degeto / filmpool) mehrere zweite Chancen. Dieser Film braucht nicht die gönnerhafte Nachsicht, mit der man als Kritiker in der Weihnachtszeit gern mal gefühlvollen Fernsehfilmen begegnet. Dafür ist die psychologische Grundierung der Geschichte zu stimmig und die Narration zu geschickt gebaut. Der kitschfreie Film von Matthias Tiefenbacher besitzt einen süffigen Erzählfluss ohne Redundanz, der dem Alltagsrhythmus nachempfunden ist. Damit bekommt die Produktion einen Sonderstatus am ARD-Freitag – was gleichermaßen auch für die vorzügliche Besetzung mit Benjamin Sadler und Marlene Morreis gilt.


















