Foto: BR / ORF / Felipe Kolm Martina Gedeck als Architektin mit schwachem Herz: In „Herzjagen“ (ORF, BR – Lotus Film), einer visuell ausdrucksstarken Verfilmung der Novelle von Julya Rabinowich, erzählt Elisabeth Scharang von einer Frau, die von ihrer Krankheit aus der Bahn geworfen wird: Sie kann, obwohl erfolgreich operiert, ihre Angst nicht überwinden, scheint sogar besessen von ihrem Herzleiden, stalkt den Chirurgen und versinkt in Weltschmerz und Selbstmitleid. Dass dies nicht anstrengend wird, liegt an Gedecks Schauspielkunst, Scharangs einfühlsamer Regie – und einer weiteren Figur, der unheilbar an Krebs erkrankten Psychiaterin, die der Geschichte eine weniger selbstbezogene Perspektive hinzufügt. So wird „Herzjagen“ zu einem berührenden, poetischen Film über die Angst vor dem Tod und den Wert des Lebens.


















