Foto: ORF / Felix Vratny Alles deutet auf einen eiskalten Brudermord im Clanmilieu hin, doch der Fall erhält eine überraschende Wendung: In knapp neunzig packenden Minuten erzählt der neue Wiener „Tatort – Azra“ (ORF / e&a Film) die Geschichte einer jungen V-Frau, tough, frech, mutig, die Beweise für die Tat liefern will und mit Hilfe von Moritz Eisner einen gefährlichen Alleingang startet. Punktgenaue Dialoge (Autorin: Sarah Wassermair), eine gut temperierte Inszenierung (Regie: Dominik Hartl) und eine Hauptfigur, körperlich und ausdrucksstark gespielt von Mariam Hage, die einen emotional mitnimmt: „Azra“ ist ein starker, dicht erzählter „Tatort“, der das Wiener Duo am Ende in einen tiefen Konflikt stürzt. Wofür sollen sie sich entscheiden: Recht oder Gerechtigkeit?





















