Foto: Degeto / Guido Engels Älter werden ist nichts für Feiglinge, die Zweite. Die beiden Hauptfiguren der ARD-Dramödie „Anna und ihr Untermieter“ (Degeto / Calypso Entertainment) meistern allerdings auch in diesem Sequel ihr Rentner-Dasein vorbildlich. Nein, es sind die anderen, die ihr Leben nicht in den Griff kriegen, weil sie in besseren Zeiten nicht vorgesorgt haben. Daran entzünden sich dann Grundsatzdebatten und die abgeflauten Gegensätze zwischen Beamtenseelen-Starrsinn und Helfersyndrom frischen wieder auf. „Dicke Luft“ setzt noch eine Idee unterhaltsamer das fort, was der potenzielle Reihen-Auftakt versprach. Drei Menschen, Freundin, Ex-Mann, Bruder, stellen das Verhältnis Vermieter/Untermieter amüsant, ohne pädagogischen Impetus auf den Prüfstand. Neben dem narrativen Mehrwert der dichten Geschichte(n), die den Film für (sozialkritische) Themen älterer Menschen öffnet, ist das augenscheinlichste Plus der zweiten Episode von „Anna und ihr Untermieter“ die Besetzung. Jakob, Stötzner, Rohde – dieses Trio ist ideal, die halbe Miete. Die andere Hälfte steuert das kongeniale Doppel aus Autor Martin Rauhaus und Regisseur Ralf Huettner bei. Alles ist bestens im Fluss, und die Dialoge treffen nicht nur perfekt die Charaktere, sondern sind auch intelligent komisch.





















