Anna Maria Sturm, Kostja Ullmann, Nadja Becker. Verquere Selbstbilder, reaktionäre Komik
Foto: ZDF / Georges Pauly Es ist nicht leicht, eine Komödie zu machen über die Widersprüche der zwischen sozialen Ansprüchen und privaten Sehnsüchten zerrissenen thirtysomethings. Die ZDF-Komödie „Heiraten ist nichts für Feiglinge“ versucht es und scheitert – weil sie die konservativen Haltungen der Mittdreißiger-Generation nicht nur nicht hinterfragt, sondern sogar noch zum Fundament der Komödien-Dramaturgie macht. So wirkt diese „junge“ Komödie doppelt altbacken. Anstatt die medialen Rituale zu kritisieren, schüttet der Autor selbst Häme über einigen Nebenfiguren aus. Nur die letzten 20 Minuten löst der Film Romantic-Comedy-technisch das ein, was man sich bei dieser Top-Besetzung von Anfang an erhofft hatte.


















