Foto: Degeto / Frédéric Batier Bäuerin Jutta scheint mit sich und ihrem Leben im Einklang zu sein. Solange ihre Preis-Kuh Gloria jeden Schönheitswettbewerb gewinnt, ist ohnehin für diese Frau die Welt in Ordnung. Doch mögliche Veränderungen zeichnen sich ab, als ihr Bruder zu Besuch kommt und sie sich noch einmal verliebt. Die Geschichte von „Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester“ (ARD/Provobis) ist dem Rhythmus des dörflichen Alltags abgelauscht. Kleine undramatische Situationen, in denen sich die Probleme der modernen Landwirtschaft oder die Verödung ländlicher Gegenden spiegeln, ersetzen ein durchgängiges Thema, zwischenmenschliche Spannungen dominieren über einen Hauptkonflikt. Klug legt Ingo Rasper die unterschwelligen Beziehungsmuster der familiären Vorgeschichte als Grundierung unter der Handlung aus, und das Klasse-Duo Manzel/Prahl macht das Geschwisterverhältnis zum Kern der Geschichte. Toll auch, wie Rasper aus dem ländlichen Kommunikationsstil seine Dramaturgie entwickelt.


















