Foto: ZDF / Britta Krehl In dem ZDF-Fernsehfilm „Stumme Schreie“ (Ziegler Film), entstanden nach dem Sachbuch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ des renommierten Rechtsmediziners und Thriller-Autors Michael Tsokos, kümmern sich eine junge Ärztin und ihr Chef um Gewaltopfer – ausschließlich misshandelte Kinder. Autor Thorsten Näter hat aus den Fakten eine Geschichte entwickelt, die sich zunächst der Analyse widmet, bevor er eine „Lösung“ durchspielt, bei der die Heldin die Sache selbst in die Hand nimmt. Der Zuschauer erfährt, wie kompliziert die Sachverhalte, wie vielfältig die Abwägungen und wie konträr mitunter die Positionen von Rechtsmedizinern, der Polizei und dem Jugendamt sind, die in den Entscheidungen über das Kindswohl involviert sein können. Der Film ist sehr informativ, aber auch dramaturgisch gut konzipiert; Erklär-Sätze werden weitgehend vermieden. Ein packendes Sozialdrama, das an die Nieren geht – realitätsnah & physisch gespielt, einfallsreich & sinnlich inszeniert.


















