Foto: NDR / O-Young Kwon Die Lage ist ernst für die Belegschaft des Retouren-Centers in MeckPomm. Der Filiale droht das Aus. Mit dem Nebenverdienst, der daraus resultiert, dass Waren nicht geschreddert, sondern heimlich weiterverkauft werden, wäre es dann natürlich auch vorbei. Ein Controller aus der Konzernzentrale will es richten. Doch der ist gar nicht so ein „Hyperman“: Die Mission MeckPomm ist auch seine letzte Chance. Die Serie „Retoure“ startet mit leider nur drei 30-Minütern. Die Länge ist also vergleichbar mit den Comedys to go, die im Frühjahr in der ARD-Mediathek an den Start gingen; das Ergebnis aber ist um eine Klasse besser. Keine nervigen Erzähler aus dem Off, kein Schnitt auf Pointe, keine Erklärungen, nicht zu viel Dialog, nicht zu viel Gefühl. Stattdessen muss man als Zuschauer einfach nur hingucken und hinhören: Diese wunderbar getimte Serie erzählt sich aus Blicken und Pausen, aus trockenen Dialogwechseln, Screwball-Situationskomik und flott-ironischem Score (wie von) selbst. Auch das Ensemble harmoniert bestens. Wenn im absolut notwendigen Nachschlag neben dem neokapitalistischen Online-Handel auch noch die für den Planeten so ungesunde Konsumwut der Kunden schön beiläufig ihr Fett abbekommt, könnte „Retoure“ Kult werden.


















