Foto: MDR, ORF / Anjeza Cikopano Liebevolle, psychisch kranke Alleinerziehende kämpft um das Sorgerecht für ihrer Kinder, die Bewohner eines Wiener Mehrfamilienhauses stehen ihr bei – das klingt nach bewegendem Drama, ist aber eine locker-leichte, humorvolle Tragikomödie mit feiner Figurenzeichnung: Mit „Tiefwassertaucher unterm Dach“ (ORF/MDR, Gebhardt Productions, WHEE Film) ist Rupert Henning ein unterhaltsames, gut getimtes und kurzweiliges Plädoyer für das Miteinander in einer Gesellschaft gelungen, in der sich die Menschen immer mehr zurückziehen und voneinander entfremden: das Erzählte (psychische Gesundheit, Überforderung, Einsamkeit) realitätsnah, die Erzählung angenehm märchenhaft. Dem Autor-Regisseur gelingt eine tragikomische Gratwanderung, ein Film, der Hoffnung macht und seine Figuren ernst nimmt.

















