Foto: ZDF / Marion von der Mehden Vier Jahre nach dem Mord an einem Teenager ist das idyllisch gelegene Ostseestädtchen Nordholm ein weiteres Mal Schauplatz eines Verbrechens: Ein Familienvater liegt tot am Strand, Ehefrau und Tochter sind wie vom Erdboden verschluckt. Wer Thomas Bergers „Tod eines Mädchens“ (2015) kennt, der hat bei „Die verschwundene Familie“ (Network Movie) mit dem ungleichen Ermittlerduo und mit Heino Ferch & Barbara Auer eine hochkarätige Orientierungsmarke. Autor-Regisseur Berger gelingt der Spagat zwischen Krimi und Drama, zwischen Whodunit und Protagonisten-Psychologie, zwischen Handlung(svielfalt) und Atmosphäre, zwischen Dramaturgie und glaubwürdiger Alltagsnähe. Der Fall lebt vor allem von der subjektiven Sicht der Kommissare und ihrem konsequent gestörten Verhältnis zueinander. Der Film bleibt trotz seiner 180 Minuten durchgängig spannend, nur am Ende gibt es ein paar kleine Ungereimtheiten. Das ZDF-Krimidrama ist sehr stimmig besetzt.


















