Foto: NDR Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt ist der unumschränkte Star des Doku-Dramas „Die Nacht der großen Flut“. Allerdings wird diese Präsenz auch mächtig gepflegt: Seine Erinnerungen prägen den dokumentarischen Rahmen, sein Alter ego (verkörpert von Ulrich Tukur) setzt sie entsprechend schmissig in den Spielszenen um. Als Mitte Februar 1962 die „Große Flut“ über Hamburg hereinbrach, weil die Deiche einer Sturmflut nicht standhalten konnten, war Schmidt, damals Polizeisenator, jederzeit Herr der Lage. Zumindest legen seine Schilderungen dies nahe. An der Qualität des Films, der ohne jeden Kommentar auskommt, ändert die devote Haltung Raymond Leys im Prinzip nichts. Im Zentrum steht die von Entsetzen geprägte Erinnerung der Opfer. In diesen Momenten gelingt ein sehr bewegendes Doku-Drama.

















