Foto: Degeto / Conny Klein Wunder gibt es immer wieder: Weil seine Kleinstadtfiliale bis Weihnachten abgewickelt werden soll, wandelt sich ein braver Banker zum Robin Hood und versorgt die Geschäftsleute des aussterbenden Städtchens noch rasch mit dringend benötigten Überbrückungskrediten. Für Herbert Knaup, dessen Mitwirkung ohnehin fast immer eine gewisse Qualitätsgarantie bedeutet, ist der penible und stets korrekte Filialleiter eine wunderbare Rolle, zumal er die Gefühle des seit dem Tod seiner Tochter aller Lebensfreude beraubten Mannes sehr subtil vermittelt. Wichtigste Nebenfigur ist daher eine von Anna Fischer gespielte Straßensängerin, die dem Dasein des Bankers zu neuem Sinn verhilft. Es sind ohnehin vor allem die Geschichte und der Hauptdarsteller, die „Stenzels Bescherung“ (Degeto / Tellux) sehenswert machen, denn Marc-Andreas Bocherts Inszenierung ist verhalten bis gediegen & recht tempoarm.


















