Foto: ZDF / Michael Ihle Das Beste an diesem Fall für Nora Weiss ist der Bezug zum traumatischen Auftakt der Reihe, als die kleine Patentochter der Kieler Zielfahnderin verschwand. Auch in „Liebeswut“ (ZDF / Network Movie) ist ein Kind wie vom Erdboden verschluckt; flashbackartige Ausschnitte aus dem damaligen Thriller verleihen der achten „Solo für Weiss“-Episode eine spezielle Spannung. Davon abgesehen wirkt die Handlung über weite Strecken wie ein Themenfilm über häusliche Gewalt: Eine Frau ist vor ihrem Ehemann in ein Frauenhaus geflüchtet. Als sie auf offener Straße niedergestochen wird, ist der Gatte automatisch hauptverdächtig. Die gemeinsame Tochter ist unauffindbar, weshalb die Ermittlungen Nora besonders nahegehen. Handwerklich ist Gunnar Fuß’ zweite Regiearbeit für die Reihe solide, aber unauffällig, zumal er seine Heldin viel zu oft beim Autofahren zeigt.


















