Foto: Degeto / Kerstin Stelter Elf Jahre hat sich Hartmut „Bonanza“ Zeller, Altrocker und One-Hit-Wonder, bei seiner Familie nicht mehr blicken lassen. Auch jetzt treibt ihn nicht das schlechte Gewissen oder sein Vaterinstinkt von München ins Oberallgäu, sondern sein leerer Geldbeutel. Doch seiner Tochter geht es mit dem alten Hof kaum besser, Zellers Ex-Frau ist dement, und sein Enkel stellt viele Fragen… Man scheint diese Geschichte nur zu gut zu kennen. Und doch ist Autorin Melanie Brügel und Regisseurin Imogen Kimmel mit dem ARD-Freitagsfilm „Mein Vater, der Esel und ich“ (Ariane Krampe Filmproduktion) eine unterhaltsame, dramaturgisch dichte Familienkomödie gelungen. Ein bisschen Halmer-Nostalgie zum Achtzigsten: Der Charme des Schauspielers ist bestens gealtert. Und Isabell Polak macht einmal mehr eine gute Figur an der Seite eines sehr prominenten männlichen Kollegen. Auffallend gut ist auch der Rest der Besetzung. Überzeugend sein können die Schauspieler aber nur, weil diese so oft erzählte Geschichte nicht von den vordergründigen Problemen lebt, sondern weil die Beziehungskonflikte über Jahre angelegt sind. Und man kann den Figuren ihre Biographie glauben, sich aber ebenso gut verführen lassen von „Bonanzas“ Leichtigkeit des Seins.














