Foto: SWR / Maria Wiesler Der Titel lässt es bereits erahnen: „Höllgrund“ (SWR / Studio Zentral) ist trotz der Schwarzwaldbilder das Gegenteil einer beschaulichen Heimatgeschichte. Zentrale Figur ist eine Dorfpolizistin, die auf eigene Faust eine Reihe mysteriöser Todesfälle aufklären will; und ihr Hauptverdächtiger ist ausgerechnet der schmucke Landarzt, in den sie sich verliebt hat. Wer sich nicht davon abschrecken lässt, dass es mitunter deftig und gewalttätig zugeht, wird mit einer clever konzipierten, immer wieder überraschenden Serie belohnt, deren acht Folgen dank ihrer Kürze von dreißig Minuten ungemein dicht erzählt sind. Der Rache-Topos mag nicht originell sein, aber wie Marc O. Seng und Koautorin Maike Rasch die Handlung verpackt haben, ist große Drehbuchkunst. Deutschen Provinzkrimis wird gern mal eine Nähe zu den Werken der Coen-Brüder nachgesagt; hier ist der Vergleich angebracht.

















