Foto: ZDF / Stephanie Kulbach Freundschaft, Rache, Sucht, Schuld, Verzweiflung und Tod – diese Motive sind typisch für die Genrefilme von „Nachtschicht“-Erfinder Lars Becker. Auch „Familie“ ist ein Schlüsselbegriff. Man kennt sich, ist sich oft nah, selbst der Feind ist einem vertraut. Der große dramaturgische Vorteil dieser engen Beziehungen ist die sehr viel größere Emotionalität, die solche Geschichten freisetzen. In „Nur Tote reden nicht“ (ZDF / Network Movie), dem dritten Film aus der Reihe „Der gute Bulle“, werden Gefühle nun besonders forciert: Wer Freunde, Kinder oder den Partner verliert, den wirft es leicht aus der Bahn. Selbst die korrupten Beamten haben nachvollziehbare Gründe für ihr Tun. Autor-Regisseur Becker, noch nie ein Freund klassischer Whodunits, hat beste Voraussetzungen für eine spannende Geschichte geschaffen. Dramaturgie und Inszenierung harmonieren vorzüglich miteinander. Das Weniger-ist-mehr-Prinzip gibt Top-Mimen wie Rohde, Hasanovic, Ljubek & Tambrea alle Möglichkeiten.














