Foto: Degeto / Frank Dicks In ihrer Rolle als Bewährungshelferin bedient Mariele Millowitsch einmal mehr das Bild der aufrechten, engagierten Frau im Dienst der Gesellschaft. Schlagfertig, spitzzüngig, patent, pragmatisch, eine Frau mitten im Leben, ebenso streng wie fürsorglich, aber nie penetrant gutmenschelnd und keineswegs immer politisch korrekt. Besonders angenehm an der neuen ARD-Reihe „Klara Sonntag“ (Degeto / Gaumont) ist, dass sie über die persönlichen Selbstfindungsgeschichten hinausgeht und ein Stück weit Moral und soziales Gewissen in den narrativen Fokus rückt. Die Tonlage ist ein Mix aus problemhaltigen Themen & Gute-Laune-Nummern, wie sie für Millowitsch, diese Volksschauspielerin im besten Sinne, typisch sind. Das Ernsthafte und das Komödiantische, das Schwere und das Leichte verbindet „Kleine Fische, große Fische“, so der Titel der Auftakt-Episode, auf launig-frische Weise. Dafür sorgt ein gut strukturiertes Drehbuch und die Regie vom Dramedy-Experten Oliver Schmitz.















