Meine TOP 12: Serien 2024 – Kategorie: locker & lustig

Comedys, Dramedys, Krimis & Dramen der leichteren Gangart

2024 war auch für die internationalen Serien der leichteren Gangart ein gutes Jahr, dank der Folge-Staffeln von Dramedy-Highlights wie „Hacks“ und „Shrinking“ oder der Comedy-Perle „Extraordinary“, aber auch dank des Dauerbrenners „Curb Your Enthusiasm“ (deutsch: „Lass es, Larry!“), der Kultcomedy von und mit Larry David, die nach 12 Staffeln zu Ende ging. Anders als im dark-&-deep-Ranking der Serien von 2024 dürfte mir in der überschaubaren Kategorie „locker & lustig“ kaum ein Highlight aus dem US- und Brit-Comedy-Angebot entgangen sein. Alle 12 Serien sorgen für (sehr) gute Unterhaltung. Es versteht sich von selbst, dass ich die jeweilige Staffel komplett gesehen habe.

Weshalb internationale Serien?
Deutsches Fernsehen genügt spätestens seit Netflix & Co nur noch den älteren Zuschauern. Die immer bessere Verfügbarkeit ausländischer Serien hat die Sehgewohnheiten vieler Zuschauer verändert. Die deutsche TV-Fiktion muss sich also auch an internationalen Programmen messen lassen. Auch Fernsehkritiker sollten mehr denn je über den nationalen Tellerrand schauen: um zu sehen, was möglich ist, um aufzuzeigen, von welchen Serien man sich etwas abgucken sollte, und natürlich, um Zuschauern, deren Zeitbudget möglicherweise begrenzt ist, Tipps zu geben.

12
ELSBETH
Von Robert King, Michelle King | Mit Carrie Preston & Wendell Pierce

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Aus einer Nebenfigur, der schrulligen Anwältin Elsbeth Tascioni (Carrie Preston) der Serie „Good Wife“ (2009-16), wird die Titelfigur der launigen Crime-Dramedy „Elsbeth“. Für die exzellente Kriminalistin stand Columbo Pate; in Sachen Dreistigkeit ist die schrecklich bunt gekleidete Quasselstrippe dem Trenchcoat-Bullen weit voraus. Dramaturgie und Ermittlungskonzept der ersten zehn Folgen ähneln der Peacock-Serie „Poker Face (Sky/Wow): rein in irgendein typisches New Yorker Milieu, ein Mord, eine launige Tatort-Begehung, bei der rasch deutlich wird, dass die nur als externe Beobachterin zum NYPD versetzte Strafverteidigerin hier allein den Durchblick hat. Die episodische Serie besitzt auch einen horizontalen Spannungsbogen: Tascioni soll eigentlich intern undercover schnüffeln. „Elsbeth“ lässt sich süffig weggucken.

Wikipedia | SWR-Kritik | „Elsbeth“ ist auf Sky/Wow zu sehen und auf DVD (US-Version) erschienen

11
THE STICKY
Von Brian Donovan & Ed Herro | Mit Margo Martindale

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Eine Ahornsirupbäuerin in Quebec (grandios: Margo Martindale) steht vor der Enteignung ihrer Farm. Die klebrige Genossenschaft ist ihr auch keine Hilfe. Also sucht sie sich andere, nicht immer zuverlässige Verbündete und plant mit ihnen einen hirnrissigen Ahornsirup-Raub im Werte von 18 Millionen kanadischen Dollar. Diese schwarzhumorige Heist-Serie Art erreicht – trotz Jamie Lee Curtis in einer furios grimmigen Killer-Nebenrolle – nicht die „Fargo“-Lakonie, sorgt aber mit 6 Mal 30 Minuten für einen kurzweiligen Abend.

Wikipedia | Filmdienst-Kurzkritik | „The Sticky“ ist auf Amazon Prime Video zu sehen

10
THE FRANCHISE
Von Jon Brown | Mit Himesh Patel, Aya Cash & Daniel Brühl

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Mit Superheldenfilmen oder Serien aus dem Hause Marvel oder DC habe ich nichts am Hut. Wenn dieses Genre jedoch schön sarkastisch durch den Kakao gezogen wird, bin ich dabei. „The Franchise“ führt den Zuschauer in acht, 30-minütigen Folgen ans Set eines jener Superhelden-Franchises. Bluescreen-Chaos, vermasselte Stunts, alberne Komparsen, ein Hauptdarsteller mit Minderwertigkeitskomplex (Billy Magnussen), ein Regisseur (Daniel Brühl), der sich als Künstler sieht, dessen Assistent (Himesh Patel), der sich fühlt wie „ein Hodensack, der auf einer Rasierklinge tanzt“ und die mächtigen Studio-Oberzyniker. Das Ganze hat ein Mords-Tempo, es gibt Slapstick-Einlagen, die Dialoge prasseln hernieder, und die meisten Gags sitzen.

Wikipedia | Filmdienst-Kurzkritik | Die HBO-Serie „The Franchise“ ist (noch) auf Sky/Wow zu sehen

9
UNDERVOVER IM SENIORENHEIM (A Man on The Inside)

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Charles (Ted Danson) ist ein pensionierter Professor, der nach dem Verlust seiner Frau die Lebenslust verloren hat. Bis er auf eine Anzeige stößt: Eine Privatdetektivin sucht einen verdeckten Ermittler, der dem Diebstahl einer wertvollen Halskette nachgehen soll. Der Tatort passt ideal: eine Luxus-Senioren-Residenz in San Francisco. Der gelangweilte Golden Ager findet erwartungsgemäß Spaß am Schnüffeln – und die mit Wortwitz gespickte Serie, basierend auf einem chilenischen Achtteiler, einem Crossover aus Dokumentar- und Spionagefilm, schreckt im Verlauf der acht 30-minütigen Folgen erfreulicherweise vor ernsthaften Themen wie Einsamkeit im Alter, Sinnsuche am Lebensabend und schleichende Demenz nicht zurück.

Wikipedia | Filmdienst-Kurzkritik | „Undercover im Seniorenheim“ ist auf Netflix zu sehen

8
ONLY MURDER IN THE BUILDING Staffel 4
Mit Steve Martin, Martin Short & Selena Gomez

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Das Plot-Prinzip wiederholt sich: Ein ungleiches Trio, das im selben noblen Apartment-Block in der West Side von Manhattan wohnt, das die Lust am Kriminalisieren und an Crime-Podcasts verbindet, findet sich ein ums andere Mal zusammen, um einen neuen Mordfall zu lösen, selbstredend an der Polizei vorbei. Die Serie lebt auch in der vierten Staffel von den skurrilen, egozentrischen Charakteren, der hochkarätigen Besetzung (Steve Martin, Martin Short, Selena Gomez) bis in die Nebenrollen (als sie selbst: Eugene Levy, Zach Galifianakis und Eva Longoria), sie lebt vom New Yorker Old-School-Flair, ein bisschen vom Whodunit, besonders stark vom Dialogwitz und von dem einfallsreichen Umgang mit dem Hauptschauplatz.  The same procedure: Ich schau’ rein – und bleibe hängen. Empfiehlt sich als deutsche Reihen-Nachahmung.

Wikipedia | Glamour-Kritik | „Only Murder in the Building“ ist auf Disney+ zu sehen

7
FEUD - CAPOTE VS. THE SWANS
Mit Tom Hollander & Naomi Watts

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Diese Fehde zwischen dem spitzzüngigen Schriftsteller Truman Capote (Tom Hollander) und den Damen der New Yorker Upper Class hat es tatsächlich gegeben. Regisseur Gus Van Sants und Produzent Ryan Murphys Gesellschafts-Drama streift die Satire, springt zwischen den gelangweilten „Schwänen“, die sich gern als Schriftsteller-Musen sahen, und Capotes Abrechnung mit ihnen – was vor allem ihm selbst geschadet hat. Dass diese zweite Staffel der Anthologie-Serie „Feud“ ein bisschen vor sich hin mäandert und seine attraktiven Kampfgenoss:innen bloß herzeigt, anstatt zu vertiefen, passt zu den (realen) Charakteren und deren hedonistischem Lebensstil. Dafür gibt es viel zu sehen (und zu hören): eine wunderbare Ausstattung, prachtvolle Roben, geschliffene Dialoge und vier weibliche Stars voller Diva-Glamour (Naomi Watts, Diane Lane, Calista Flockhart, Chloë Sevigny). Und so werden die schönen Nebensachen zur Hauptsache.

Wikipedia | WELT-Kritik | „Feud – Capote vs. the Swans“ ist auf Disney+ zu sehen

6
SHRINKING - Staffel 2
Mit Jason Segel, Harrison Ford & Jessica Williams

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„Shrinking“ war DIE Dramedy-Überraschung 2023. Shrinks sind versierte Verbal-Artisten, die Sprache ist ihr Arbeitsinstrument und die Doppeldeutigkeit ihre Waffe im Beziehungsspiel. Von Beruf sind sie Psychotherapeuten – „Jimmy“ (Jason Segel), Kollegin „Gaby“ und Übervater Paul (Harrison Ford), der Fels in der Brandung. Alle haben schwere Fälle, aber genauso viel mit sich selbst zu tun. Paul trotzt seiner beginnenden Parkinson-Erkrankung und verliebt sich in seine Ärztin, und die jungen Kollegen landen in Staffel 1 in der Kiste, nachdem „Jimmy“, gebeutelt vom Unfalltod seiner Frau, für seine Tochter ein Totalausfall war. Die zweite Staffel ist noch besser: eine sophisticated Comedy, liebenswert, erwachsen, alltagsnaher Flow. Selten waren Lebenskrisen so unterhaltsam.

Wikipedia | taz-Kritik | „Shrinking“ ist auf Apple TV+ zu sehen

5
CURB YOUR ENTHUSIASM
Von Larry David & Jeff Schaffer | Mit Larry David & Jeff Garlin

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„Curb Your Enthusiasm“ entdeckte ich erst nach der Serie „Pastewka“, die deutlich von Larry Davids Ausnahme-Comedy inspiriert ist.  Der Schöpfer von „Seinfeld“ verkörperte über 12 Staffeln eine fiktionalisierte Version seiner selbst. Die Serie lebt stark von ihrem Reality-Eindruck, der durch die episodische Erzählweise und die fast dokumentarisch wirkende Kamera betont wird. Keine großen Geschichten, keine großen Themen, der Misanthrop arbeitet sich vielmehr an kleinen alltäglichen Situationen ab, an gesellschaftlichen Konventionen, die ihm oft zurecht gegen den Strich gehen und in den Wahnsinn treiben können. Ihn als unverbesserlichen Besserwisser oder Prinzipienreiter abzutun, greift zu kurz. Wehmut am Ende. Auch, weil die letzte Staffel – gefühlt – nicht mehr ganz die Qualität der vorherigen 110 Folgen erreichte. Das ist Meckern auf höchstem Niveau: Die Serie, die bei uns „Lass es, Larry!“ heißt und weitgehend unterm Radar des Normalzuschauers blieb, ist meine Allzeit-Comedy-Lieblingsserie.

Wikipedia | taz-Kritik | Die HBO-Serie „Curb Your Enthusiasm“ ist aktuell noch auf Sky/Wow zu sehen

4
RIVALS
Mit Alex Hassell, David Tennant & Aidan Turner

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Ein poppig-peppiger Rücksturz in die stillos bunten 1980er Jahre, mit einem Hauch „Downtown Abbey“ – very british, satirisch und ein bisschen albern: eine Komödienfarbe, die heutzutage leider selten geworden ist. Es geht rein in die Intrigen, faulen Machenschaften und Sexkapaden der oberen Zehntausend: ein TV-Star (Aidan Turner) und seine Familie, ein egozentrischer Medienmogul (David Tennant) und ein eitler Politiker (Alex Hassell), den nicht nur die Frauen lieben, bilden das Zentrum der fast achtstündigen Roman-Adaption, deren Kritik zwar an der Oberfläche bleibt, die dafür aber umso rasanter unterhält. Besonderes Schmankerl für Medienfans: Die Serie wirft einen Blick hinter die Kulissen des aufstrebenden Privatfernsehens. „Typisch britischer, augenzwinkernder Charme bahnt sich selbst zwischen schlechten Perücken, Schulterpolstern und roten Lack-Stilettos seinen Weg.“ (Berliner Zeitung)

Wikipedia | KStA-Kritik | „Rivals“ ist Disney+ zu sehen

3
HACKS Staffel 3
Mit Jean Smart & Hannah Einbinder

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„Hacks“, der amerikanische Comedy-Preis-Abräumer der letzten Jahre, kam hierzulande erst spät auf den Bildschirm, im Free-TV zeigte ZDFneo 2025 die Staffeln 1 und 2. Erzählt wird von dem ungleichen Comedian-Pärchen, Deborah Vance (Jean Smart), einer glamourösen Veteranin des Genres, und der queeren, etwas verpeilten  Jungautorin Ava Daniels (Hannah Einbinder), die sich anfangs hassen, sich aber brauchen, um wieder erfolgreich zu werden. Nachdem sie sich zusammengerauft und gemeinsam eine Tournee durch kleine Clubs und einen Image-Wechsel der Las-Vegas-Diva hinbekommen haben, gehen die beiden in der dritten Staffel getrennte Wege. Die spröde Newcomerin startet als Autorin mit Ambitionen durch, der alternde Ex-Superstar ist auf dem besten Weg zu einer eigenen Late-Night-Show. Die generationsbedingten Kontroversen, in denen es immer wieder auch um das komödiantische Selbstverständnis der Boomer und der Millennials geht, also um die Frage, worüber darf man (keine) Witze machen, nehmen ab, dafür nimmt die Komplexität der Charaktere zu, gleich bleibt die innere Leere, die vor allem Vance mit dem Applaus des Publikums zu füllen versucht. Narzissmus aber ist auch der Jugend nicht fremd.

Wikipedia | ZEIT-Kritik | „Hacks“ ist auf RTL+ (3 Staffeln) und Netflix (2 Staffeln) zu sehen

2
MR. & MRS. SMITH
Von Donald Glover | Mit Donald Glover & Maya Erskine

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Mr. und Mrs. Smith werden von einer Geheimorganisation „verheiratet“, um im Doppelpack schwierige Hochrisiko-Missionen zu erledigen, Mord und Totschlag inklusive, für die sie James-Bond-like rund um den Erdball geschickt werden. Der noch größere Reiz dieser achtteiligen Actionkomödie sind die doppelbödigen Beziehungsspielchen:  Können sich beide gegenseitig vertrauen? Meinen sie, was sie sagen? Und vor allem: Darf das Paar Sex haben? Viele der Beziehungsfragen spiegeln sich in den Aufträgen des Paars. Wie sich die Erotik des Zwischenmenschlichen mit dem Bösen in der Welt spannungstechnisch verschmelzen, das trägt deutlich Hitchcocksche Züge (der drehte auch mal ein „Mr. und Mrs. Smith“, allerdings eine lupenreine Screwball-Comedy ohne Thrill). Und weil immer was schiefgeht, schaukeln sich Komödie und Thriller gegenseitig hoch; dabei nimmt der Action-Anteil im Verlauf der Serie zu. Besonders kurios ist die Episode, in der es die beiden mit einem konkurrierenden Killer-Pärchen gleichen Namens zu tun bekommen. Top ist auch die Besetzung mit Donald Glover, zugleich Showrunner der Serie, und Maya Erskine, US-Amerikanerin mit japanischen Wurzeln. Eine dieser selten gewordenen Serien mit Sogwirkung.

Wikipedia | ZEIT-Kritik | „Mr. & Mrs. Smith“ ist eine Original-Serie von Amazon Prime Video

1
EXTRAORDINARY Staffel 2
Von Emma Moran | Mit Máiréad Tyers & Sofia Oxenham

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Jen (Máiréad Tyers) steckt in der Krise. Sie ist die Einzige ohne extreme Fähigkeiten, dabei ist sie schon 25. Ihre Bekannten haben mit Beginn der Volljährigkeit die verrücktesten Superkräfte entwickelt: Ihre Freundin kann sich in tote Persönlichkeiten verwandeln, ihr Lover kann fliegen, andere sind superschnell, superstark oder können mit einer einzigen Berührung das Gegenüber zum Orgasmus bringen. Bei „Extraordinary“ kommt man aus dem Staunen und Schmunzeln nicht heraus. Eine originelle Idee jagt die nächste. Diese Coming-of-age-Dramedy ist erfrischend anders: Der Witz verpufft nicht in Gags, weil er aus den Charakteren kommt, die Alltagsbegebenheiten der Heldin, der es schwerfällt zu lügen (auch ein Quell der Komik), sind reich an Subtexten, und die Dialoge treffen ins Schwarze. Schon die erste Staffel hat mich umgehauen! Die zweite Staffel fährt die Superkräfte-Gaudi zugunsten von noch mehr Innenleben und Tiefgang etwas zurück, ist aber nicht weniger zum Brüllen komisch. Der Einfallsreichtum bleibt phänomenal, der Witz britisch schrullig & superschnell. Es entstehen dabei „furchtbar wahre, auch schmerzhafte Momente über Liebe und Trauer, Verlust und Angst, Eifersucht und Glück und Freundschaft.“ (Filmdienst)

Wikipedia | Filmdienst-Kurzkritik | „Extraordinary“ ist auf Disney+ zu sehen

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