LUST AM RANKING – Weshalb sorgfältig erarbeitete Ranglisten sinnvoll & sexy sind

(tit.) Rankings vereinfachen komplexe Zusammenhänge: Auf tittelbach.tv setzen Rankings Werke/Produktionen aus den Bereichen Fernsehen (Einzelstück & Serie), Populärmusik und Spielfilm (Kino oder Stream) in Beziehung. Sie sind extrem subjektiv, was kein Manko sein muss. Im Gegenteil. Wurden sie sorgfältig erstellt, macht gerade dieses hohe Maß an Subjektivität das Ranking nachvollziehbar.

Rankings bieten rasche Orientierung, aber auch die Möglichkeit, Informationen zu vertiefen. Sie sind klar, eindeutig, relativieren nicht alles zu Tode. Sie können Kommunikation provozieren, zum Widerspruch anregen und zur Geschmacksbildung beitragen. Rankings sind bei knappen Zeitressourcen ein perfekter Service. Und sie sind Internet- und Smartphone-affin.

Rankings sind übersichtlich und klar strukturiert, sie geben dem Geschmack eine Form, und sie sind vergleichend – damit erfüllen sie ein zentrales Essential von tittelbach.tv. Meine Rankings betonen das, was Kritiken häufig verschleiern: die Subjektivität – sprich: die Selektivität – der (Kritiker-)Wahrnehmung.

(Absteigende) Rankings besitzen eine klassische Finalspannung.

Ein guter Autor, ein Kritiker, besitzt eine Handschrift, eine Signatur, in der seine Haltungen, Werte und ästhetischen Vorlieben eingeschrieben sind. In einem Ranking, dem ein freier Akt der Auswahl vorausgeht, spiegelt sich das deutlicher als in Kritiken, deren Inhalte von außen bestimmt werden.

Ich liebe Rankings seit meiner Kindheit. Damals sagte man noch Hitparaden, sprach von Favoritenlisten, später von Charts, Begriffe, die sich nicht nur auf Popmusik beziehen müssen. In der Jugend dienen solche Rankings zur ästhetischen Selbstvergewisserung: Um seinen Platz in der Welt zu finden, kann man das, was einen aus der Welt der Medien bewegt, was man liebt, Musik, Filme, Serien, als Rangliste abbilden. Rankings sind aber nicht nur pubertär. Im Alter bieten sie die Möglichkeit zur Rekapitulation, zur Selbstbewusstmachung. Für mich sind sie Quelle der Lust, eine Spielwiese, auf der ich mich multimedial austoben kann. Ich hoffe, dass sie auch dem User Spaß machen. Sie sind auf jeden Fall spielerisch, flexibel – veränderbar: So kann es sein, dass es bei meinen Rankings immer mal wieder Verschiebungen der Platzierungen geben wird.

Ob der User sich nur auf die Algorithmen der Streamer oder das kalte Wissen einer KI verlassen möchte oder ob er lieber der Signatur eines Autors vertraut, die sich aus der Erfahrung des Users mit dem Kritiker ergeben kann, muss jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, dass die Algorithmen von Netflix & Co bei mir gnadenlos versagen. Und so faszinierend die Möglichkeiten von KI als Informationsmaschine auch sein mögen, Künstlicher Intelligenz fehlt das menschliche Hirn, vor allem aber ist und bleibt sie kalt. Fernsehen, Film und Popmusik aber sind heiße Medien. Sie brauchen Leidenschaft, sie benötigen (einen) Menschen als Gegenüber, als Vermittler, als Freund.

Und Rankings mit Videos, Trailern und Song-Beispielen besitzen noch mal eine andere Evidenz & Sinnlichkeit und bieten bequemen Service (ohne Werbung).

tittelbach.tv ist mir was wert

Mit Ihrem Beitrag sorgen Sie dafür, dass tittelbach.tv kostenfrei bleibt!

Kaufen bei

und tittelbach.tv unterstützen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

tittelbach.tv ist mir was wert

Sie lesen die Seite regelmäßig?

Damit t.tv so bleibt, wie Sie die preisgekrönte Fernsehkritik-Website kennen, also weiterhin unabhängig & frei zugänglich, wäre eine (regelmäßige) Unterstützung hilfreich, gern auch von denen, die die Seite beruflich nutzen und denen sie persönlich zugutekommt, den Kreativen, den Redakteuren, den Journalisten …