Foto: WDR / Frank Dicks Ein Mann um die sechzig vor den Trümmern seines Daseins: Solche Rollen sind wie geschaffen für Peter Kurth. Kein Wunder, dass „Zwischen den Jahren“ (WDR, Arte / Radical Movies) an Filme wie „Herbert“ (2015) oder „In den Gängen“ erinnert, in denen der Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen ganz ähnliche Figuren verkörpert hat: Der Mörder Becker versucht nach verbüßter Haftstrafe einen Neuanfang, wird jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt. Lars Henning erzählt eine typische Rachegeschichte, hat die gewohnte Täter/Opfer-Konstellation jedoch kurzerhand umgedreht. Sehenswert ist auch die Bildgestaltung; Henning und Kamerafrau Carol Burandt von Kameke veranschaulichen die Trostlosigkeit des anonymen Großstadtlebens mit Bildern von eindrucksvoller Tristesse.

