Foto: Sat 1 / Oliver Feist „Zerrissen – Zwischen zwei Müttern“ (Sat 1 / ITV) erzählt von einem Wunder: Zwölf Jahre nach der Entführung ihrer dreijährigen Tochter entdeckt eine Frau das Mädchen zufällig im Supermarkt. Beim Wiedererkennen vertraut der Film auf ihr Mutterherz, weshalb diese Szene etwas esoterisch anmutet, aber die Geschichte ist auch dank der drei Hauptdarstellerinnen umso realitätsnäher erzählt. Dass Alwara Höfels und Katharina Wackernagel als echte beziehungsweise falsche Mutter ihre Rollen glaubwürdig verkörpern, ist keine Überraschung, dagegen ist die Leistung der jungen Lilly Barshy umso mehr zu würdigen. Sie muss das Drama zwar nicht tragen, steht jedoch für den Titelkonflikt und verkörpert das Fremdeln der Tochter gegenüber der leiblichen Mutter ebenso glaubwürdig wie die zwiespältigen Gefühle gegenüber der Frau, die sie liebevoll, aber auf Basis einer Lüge aufgezogen hat.


















