TV-Premieren im Februar
und von den Wiederholungen nur das Beste
22.02.2026
01:15
ARD
Reihe
Herbert Knaup, Rainer Kaufmann, das Allgäu, die Degeto & die Sach mit dem Dialekt
Kluftinger muss im eigenen Dorf ermitteln, er wird geschnitten und sogar seine Liebsten wenden sich von ihm ab. Nach dem Erfolg im bayerischen Dritten gibt es den Kultkommissar aus dem Allgäu nun in der ARD. Trotz Degeto – „Milchgeld“ macht der Vorlage keine Schande. Die urigen Charaktere, die klare Struktur, die Mundart – das sind die Bausteine dieses Kluftingerkrimis. Es ist die dramaturgische Dichte, aus der sich die Komik speist, die sich dann in vordergründigen Gags lauthals Luft machen kann. Pfundiges Drehbuch, spielfreudiges Ensemble, leichtfüßige Regie & Knaup ist ein göttlicher Komödiant!
22.02.2026
02:50
ARD
Reihe
Schönemann, Reents, Lohse, Schmidt, Franzen. Kein Wort zu viel, kein Bild zu wenig
Nach dem Schwenk in die richtige Richtung in „Estonia“ ist nun „Der Transport“ die vorläufige filmische Krönung der Donnerstagskrimi-Reihe „Nord bei Nordwest“. Eine gestrandete Leiche und schwedische Biker, die einen großen Coup planen, bedrohen die Ruhe in Schwanitz und der Ex-Bulle im Zeugenschutz ist bald raus aus dem Programm… Das Zusammenspiel von Schönemann, Reents und Lohse wird immer zwischentonreicher, eine Menge Subtexte beleben die Interaktionen und auch das „Gäste“-Gangster-Trio bringt ihre eigene Art der Kommunikation ein. Autor Holger Karsten Schmidt ist in seinem Element und in Regisseur Till Franzen findet er seinen Meister: Lakonie & Understatement, ein Film, der mit Bildern & wenig Worten erzählt, spannend & menschlich: kluges Unterhaltungs-TV.
22.02.2026
11:00
ARD
Reihe
Max Befort, Nemec, Goeres, Ungureit, Fürneisen. Anleitung zur Herzensbildung
„Der Prinz im Bärenfell“ erzählt von einem Beau, den erst ein Pakt mit dem Teufel erkennen lässt, wie leer sein Leben bei Hofe ist. Als haariges Halbwesen muss der Adelsspross binnen weniger Tage eine Frau finden, die ihn von Herzen liebt. Der Märchenfilm ist nicht nur reich an Handreichungen in Sachen Moral, er ist auch dramaturgisch und filmästhetisch nicht ohne Raffinesse. Der Schauplatz schenkt dem Film viel von seiner Atmosphäre: der Spreewald ist geradezu ein Sinn-Bild für eine märchenhafte Landschaft. Alle Gewerke haben gute Arbeit geleistet. Und Witz bis hin zu leiser Ironie & Selbstreferentialität hat das Ganze auch.
22.02.2026
11:00
SWR
Fernsehfilm
David Rott, Hübchen, Krößner, Zertz, Grünler. Top-Drama aus dem Land der Fjorde
Regisseur Jörg Grünler und Autorin Silke Zertz bedienen sich für ihr Norwegen-Drama „Unterm Eis“ zwar klassischer Zutaten früherer Degeto-Produktionen, machen daraus aber einen ungleich anspruchsvolleren Film. David Rott ist eine vorzügliche Besetzung für die zentrale Rolle des Films, einen jungen Mann, der sich die Schuld am Tod seines Bruders gibt. Gleiches gilt für Henry Hübchen und Renate Krössner als unbewusst lieblose Eltern. Grünler übertreibt es etwas mit den Landschaftsflügen, aber die Bilder sind in der Tat prachtvoll.
22.02.2026
Der Fernsehfilm „Damen“ erzählt vom herausfordernden Alltag einer Mittdreißigerin in München. Maya (Salka Weber) schlägt sich mit zwei Jobs durchs Leben, kümmert sich um ihre einsame Mutter und verliebt sich in einen meist abwesenden Schauspieler. In der ernsthaften und doch sommerlich leichten Dramödie von Stefanie Kremser (Drehbuch) und Katharina Bischof (Regie) geht es vorwiegend aus weiblicher Perspektive um Familie, Freundschaft und die Suche nach Glück. Gegen Engstirnigkeit und Dauererregung bringt der Film liebenswürdige Figuren in einem respektvollen multikulturellen Mikrokosmos in Stellung. Ein betont harmonischer, in dieser Zeit rundum wohltuender Film.
22.02.2026
21:45
One
Reihe
Reinsperger, Hartmann, Lause, Konarske, Bauer, Werner, Fischer. Warum sich Dortmund wieder neu erfinden muss
Der „Schmerz“, auf den sich die 27. Dortmunder „Tatort“-Episode im Titel bezieht, entsteht aus Kriegsverbrechen und den Folgen extremer Gewalt. Aber auch aus gegenseitigem Misstrauen und durch einen neuerlichen Verlust. Wieder erlebt das gebeutelte Ruhrgebiets-Team eine Zäsur, was allerdings keine Überraschung ist, weil der WDR bereits im Sommer 2025 verkündet hat, dass Schauspielerin Stefanie Reinsperger ihre Rolle der Rosa Herzog auf eigenen Wunsch aufgeben möchte. Drehbuch-Autor Jürgen Werner und Regisseur Torsten C. Fischer, seit jeher für die besonders dramatischen Wendungen im Dortmunder „Tatort“ verantwortlich, sorgen für einen denkwürdigen Reinsperger-Abschied: mit einem harten, packenden Rache-Drama und einem verblüffenden Finale, das offene Fragen aus der Vergangenheit beantwortet.
23.02.2026
00:20
BR
Fernsehfilm
Moretti als Hofer: Tirol gegen den Rest der Welt. Mehr als ein Historienschinken
Tirol gegen Napoleon. Andreas Hofer war ein Rebell wider Willen. Am Ende war er, der Analphabet und militärische Laie, der Dumme in einem politischen Machtspiel. 14 bewegte Monate aus dem blutrünstigen Europa Napoleons erzählen Xaver Schwarzenberger und Felix Mitterer im aufwendigen Historiendrama “Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers”.
23.02.2026
01:10
ZDF
Reihe
Ferch, Kukulies, Hentschel, Röder/Breinersdorfer, Imboden. True Crime ohne Firlefanz
Wie seine zwei Vorgängerfilme beruht „Ein Mädchen wird vermisst“ auf Tatsachen. Als Sonderermittler Ingo Thiel sucht Heino Ferch diesmal den Mörder eines 14-jährigen Mädchens. Unter der Regie von Markus Imboden vereinigt der bewusst nüchtern erzählte Kriminalfall nach einem Drehbuch von Katja Röder und Fred Breinersdorfer, der die Chronologie der Ermittlungen realistisch nachzeichnet, einige bekannte Gesichter aus den früheren Fällen vom Niederrhein. Auch der echte Ermittler Ingo Thiel stand der Crew erneut beratend zur Seite. Personal, auf das man sich verlassen kann und ein Fall, der ein paar mehr Schauplätze und vertiefende Details vertragen hätte. An Spannung fehlt es ihm nicht.
23.02.2026
02:40
ZDF
Reihe
Heino Ferch, Bodenbender, von Bülow, Urs Egger. Die Realität der Polizeiarbeit
„Ein Kind wird gesucht“ (ZDF, Arte / Lailaps Pictures) wirkt wie ein Dokudrama ohne Interviews: Der Film schildert umfassend und sachlich die Arbeit der „Soko Mirco“, die 2010 am Niederrhein fast fünf Monate lang nach einem verschwundenen Jungen gesucht hat. Das Drehbuch von Röder/Breinersdorfer orientiert sich an den Büchern, in denen der Soko-Leiter und die Eltern des Kindes die Ereignisse verarbeitet haben. Urs Eggers Inszenierung setzt den beharrlichen Bemühungen der Beamten, die nie aufgegeben und den Täter schließlich zur Strecke gebracht haben, ein Denkmal. Kein klassischer Krimi, aber trotzdem spannend.
23.02.2026
03:10
One
Reihe
Reinsperger, Hartmann, Lause, Konarske, Bauer, Werner, Fischer. Warum sich Dortmund wieder neu erfinden muss
Der „Schmerz“, auf den sich die 27. Dortmunder „Tatort“-Episode im Titel bezieht, entsteht aus Kriegsverbrechen und den Folgen extremer Gewalt. Aber auch aus gegenseitigem Misstrauen und durch einen neuerlichen Verlust. Wieder erlebt das gebeutelte Ruhrgebiets-Team eine Zäsur, was allerdings keine Überraschung ist, weil der WDR bereits im Sommer 2025 verkündet hat, dass Schauspielerin Stefanie Reinsperger ihre Rolle der Rosa Herzog auf eigenen Wunsch aufgeben möchte. Drehbuch-Autor Jürgen Werner und Regisseur Torsten C. Fischer, seit jeher für die besonders dramatischen Wendungen im Dortmunder „Tatort“ verantwortlich, sorgen für einen denkwürdigen Reinsperger-Abschied: mit einem harten, packenden Rache-Drama und einem verblüffenden Finale, das offene Fragen aus der Vergangenheit beantwortet.
Vergangene Ausstrahlungen im Februar
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