TV-Premieren im April
und von den Wiederholungen nur das Beste
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Vergangene Ausstrahlungen im April
12.04.2026
20:15
ARD
Reihe
TV-Premiere
Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Max Giermann, Nolting, Scharf, Isabell Šuba. Toxischer Drecksladen
„Tatort“ trifft „Die Sendung mit der Maus“. Plot und Charaktere von „Showtime“ (WDR / Bavaria Fiction) sind selbstredend reine Fiktion. Der Ausflug ins vermeintliche Heile-Welt-Fernsehen für die Kiddies ist nach dem Gastspiel in die Kölner Musentempel abermals ein Gewinn. Das TV-Studio ist zwar weniger präsent und Atmosphäre-stiftend als die Opernhäuser in „Die Schöpfung“, dafür sind die populären Show-im-Film-Einlagen umso origineller. Der Krimi indes ist ein klassischer, aber dramaturgisch fein konstruierter Whodunit. Trotz des guten Drehbuchs dürfte die Inszenierung von Isabell Šuba einen nachhaltigeren Wirkungseffekt hinterlassenen: Splitscreens und physisch intensive Rückblenden sorgen für Tempo und Augenfutter. Und Max Giermann ist vor allem bei den launigen, selbstreferentiellen Film-im-Film-Intermezzi großartig. Freddy Schenk hat recht: „Das müsste es viel mehr geben als diese ewigen Krimis.“
11.04.2026
20:15
ZDF
Reihe
TV-Premiere
Anna Loos, Tristan Seith, Liane Forestieri, Maya Lauterbach, Friedemann Fromm. Schwarz und weiß
Der inhaltlich, handwerklich und emotional fesselnde 25. Film aus der ohnehin stets mehr als sehenswerten ZDF-Reihe mit Anna Loos setzt die Geschichte aus der Episode „Der deutsche Sizilianer“ fort: Nach einem Mordversuch an Horns inhaftierter Halbschwester ist auch deren Tochter in Gefahr, weshalb sich die schroffe LKA-Kommissarin als „Halbtante“ plötzlich an eine völlig ungewohnte Rolle gewöhnen muss. Die Krimi-Ebene von „Verdammte Familie“ (Network Movie) dreht sich um das mafiöse Vermächtnis ihres Erzeugers: Es geht um ein riesiges Bauprojekt und 17 Millionen Euro auf einem versteckten Konto.
09.04.2026
20:15
ARD
Reihe
TV-Premiere
Désirée Nosbusch, Conlon, Gareisen, Busch, Matthias Tiefenbacher. Deine Zukunft endet jetzt
Im unaufgeregt inszenierten elften „Irland-Krimi“ mit Désirée Nosbusch, „Die Tote am Fluss“ (Degeto / Good Films), geht es wieder mal um das Thema Femizid. Psychologin Cathrin Blake kommt ins Spiel, weil sie bei den Anonymen Alkoholikern als Sponsorin des Titelopfers fungiert hat. Viel Erklärungsbedarf hat zur Folge, dass sich die Handlung nur über den Dialog entwickelt. Die Synchronisation ist gleichfalls nicht rundum gelungen. Nosbusch und ihr irischer Filmpartner Declan Conlon sind allerdings sehenswert wie stets.
07.04.2026
20:15
ARD
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Sabrina Amali, Woelky, Zichner, Hemmersdorfer, Schimrigk, Jan Haering. Immer mit der Ruhe
Die erste Staffel der ARD-Serie „Die Notärztin“ (SWR / Polyphon) erzählte von Menschen, für die ihre Arbeit bei der Feuerwehr mehr als nur ein Job ist, und war vor allem wegen der vortrefflichen Sabrina Amali sehenswert. In der 13-teiligen Fortsetzung rückt das Privatleben der Mannheimer Ärztin stärker in den Mittelpunkt. Sind die Auftaktfolgen noch von Klischees geprägt, so gewinnen mit den weiteren Episoden die Mitwirkenden an Format, weil ihre Figuren zunehmend Tiefe bekommen und sich vom jeweiligen Rollenstereotyp emanzipieren. Die Umsetzung ist allerdings gerade angesichts der inhaltlichen Dramatik etwas spannungsarm geraten. Bei der Inszenierung ist Luft nach oben. Verglichen mit anderen ARD-Dienstagsserien kann sich aber auch die zweite „Notärztin“-Staffel sehen lassen.
06.04.2026
20:15
ARD-Mediathek
Reihe
TV-Premiere
Nemec, Wachtveitl, Hofer, Feith, Thalmann, Binder, Bohse. Letzter Akt einer bayerischen Männer-Freundschaft
99, 100, aus: Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) verabschieden sich mit einem Zweiteiler in den „Tatort“-Ruhestand, der – nicht ganz unerwartet – gespickt ist mit Anspielungen, Zitaten und Gastauftritten ehemaliger Weggefährt:innen. „Unvergänglich“ handelt vom illegalen Handel mit dem Aufputschmittel Captagon und von Missbrauch auf dem Wohnungsmarkt, aber der Krimi ist vor allem die Folie für ein letztes bayerisches Buddy-Drama. Denn in den Mittelpunkt rückt noch einmal die enge, oft ungelenk-komische, in grantelnden Dialogen gelebte Männer-Freundschaft des populären Münchener „Tatort“-Duos. Eigentlich waren Batic und Leitmayr, die nun mit 100 Filmen „Tatort“-Rekordhalter sind, das älteste Liebespaar der ARD-Krimireihe – nur halt ohne Sex. „Unvergänglich“ in der Regie von Sven Bohse ist kein exzellenter Ausnahme-Krimi, erfüllt aber als emotionaler, teilweise auch selbstironischer Abschied von dem in die Jahre gekommenen Gespann die Erwartungen.
05.04.2026
20:15
ARD
Reihe
TV-Premiere
Nemec, Wachtveitl, Hofer, Feith, Thalmann, Binder, Bohse. Letzter Akt einer bayerischen Männer-Freundschaft
99, 100, aus: Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) verabschieden sich mit einem Zweiteiler in den „Tatort“-Ruhestand, der – nicht ganz unerwartet – gespickt ist mit Anspielungen, Zitaten und Gastauftritten ehemaliger Weggefährt:innen. „Unvergänglich“ handelt vom illegalen Handel mit dem Aufputschmittel Captagon und von Missbrauch auf dem Wohnungsmarkt, aber der Krimi ist vor allem die Folie für ein letztes bayerisches Buddy-Drama. Denn in den Mittelpunkt rückt noch einmal die enge, oft ungelenk-komische, in grantelnden Dialogen gelebte Männer-Freundschaft des populären Münchener „Tatort“-Duos. Eigentlich waren Batic und Leitmayr, die nun mit 100 Filmen „Tatort“-Rekordhalter sind, das älteste Liebespaar der ARD-Krimireihe – nur halt ohne Sex. „Unvergänglich“ in der Regie von Sven Bohse ist kein exzellenter Ausnahme-Krimi, erfüllt aber als emotionaler, teilweise auch selbstironischer Abschied von dem in die Jahre gekommenen Gespann die Erwartungen.
04.04.2026
20:15
ZDF
Reihe
TV-Premiere
Lansink, Korittke, Jankowsky, Meeden, Russek, Schechinger. Nichts als Verdruss mit Julius
In dem inhaltlich interessanten, optisch jedoch sehr sparsamen Krimi aus Münster deckt der Privatdetektiv einen betrügerischen Hausverkauf auf, aber eigentlich geht es um Gentrifizierung. Das Ensemble ist wie immer sehenswert; die Umsetzung von „Mogelpackung“ (ZDF / Warner Bros.) hätte jedoch deutlich flotter und die Bildgestaltung gern kreativer sein können.
03.04.2026
20:15
ARD
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Jonas Nay, Ofczarek, Hain, Liebmann, Striesow, Dobrý, Dulinková, Kohout. Morden & Lieben im historischen Prag
Während im Frühjahr 1945 das Ende der deutschen Besatzung naht, werden Frauen in Prag von einem Serienmörder getötet. Ein tschechischer und ein deutscher Polizist müssen gemeinsam ermitteln, fassen Vertrauen zueinander und kämpfen gleichzeitig in den letzten Tagen der NS-Herrschaft ums Überleben. Regisseur Christopher Schier hat den Roman „Sternstunde der Mörder“ von Pavel Kohout in einer internationalen Koproduktion als herausragende historische Miniserie verfilmt. Prominent besetzt und eindrucksvoll fotografiert, gelingt eine spannende und bewegende Literaturverfilmung, die gleichzeitig Zeitporträt, Krimi und auch ein bisschen Melodram ist, ohne ins Gefällige oder in plumpe Schwarz-Weiß-Malerei abzugleiten.
03.04.2026
21:15
ZDF
Fernsehfilm
TV-Premiere
Silke Bodenbender, Roemeth, Schleiff, Amali, Gabriela Zerhau. „Weil es ein Leben lang zu viel war“
Sechs Frauen suchen an der Nordsee Ruhe und neue Perspektiven. Nur eine von ihnen hat offenbar nicht aus gesundheitlichen, sondern rein berufsbezogenen Gründen in der Kurklinik eingecheckt. „Alles ist schwer, bevor es leicht wird“ – Diese Affirmation, die den Frauen während ihres Psycho-Coachings weiterhilft, hat sich auch die Dramaturgie des gut inszenierten ZDF-Fernsehfilms „Fast perfekte Frauen“ (Network Movie) zunutze gemacht. Erst gehen die Sechs freundlich auf Distanz, schließlich finden sie zueinander, machen wichtige Gruppenerfahrungen. Silke Bodenbender ist das Gesicht des Films, weil sie die narrativ dichteste Figur spielt und weil sie die Spannung zwischen äußerer Fassade und innerer Verunsicherung am markantesten zum Ausdruck bringt. Aber auch die anderen Schauspielerinnen beleben die – nur auf den ersten Blick – etwas stereotyp geratene Typenschau. Indem der Film (fast) völlig auf Männer verzichtet, verfolgt er konsequent das, was die Geschichte einfordert: das Recht der Frauen, sich um sich selbst zu kümmern, ja, die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden.
02.04.2026
20:15
ARD
Reihe
TV-Premiere
Pasquale Aleardi, Schütte, Flake, Schmahl, Vollmar, Anja Gurres. Mord auf der Insel der Frauen
Der sehenswerte 13. Film aus der Reihe mit Pasquale Aleardi nach zwei Jahren Pause, „Bretonische Sehnsucht“ (Degeto / filmpool), spielt auf einer entlegenen Atlantikinsel. Hier sind die Menschen genauso rau wie das Klima. Die Leistungen des Ensembles sind durchweg gut, die Naturaufnahmen sind eindrucksvoll, die Umsetzung ist auch dank der Bildgestaltung von hohem Niveau, und die Story entwickelt sich schließlich in eine gänzlich unerwartete Richtung.
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Foto: RTL / Mitch Stöhring Feministischer Racheengel: Marie Bloching in der preisgekrönten RTL-Serie „Angemessen Angry“. MeToo-Geschichte im Genre-Gewand!
Foto: NDR / Oliver Feist Ein Serien-Highlight im Dezember 2024: „Finsteres Herz – Die Toten von Marnow 2“ (ARD) mit Petra Schmidt-Schaller & Sascha Geršak
Foto: ZDF / Frank Dicks Sogar im ZDF sind jetzt die Vampire los. Mehr als ein stilvolles Horror-Teenie-Drama: „Love sucks“ mit Damian Hardung & Havana Joy
Foto: ZDF / Stefanie Leo Eine Weihnachtswunder-Komödie: witzig, märchenhaft schön, clever konzipiert & originell. Kalenberg, Malton & Amft in „Zitronenherzen“








