Foto: ZDF / Thomas Kost Vielleicht will das ZDF mit dieser „Wilsberg“-Episode ja an den wenige Wochen zurückliegenden Jahrestag der Lehman-Pleite erinnern. Im Herbst 2008 haben viele deutsche Kleinanleger ihr Erspartes verloren. Tatsächlich wirkt der Krimi wie ein Lehrfilm zur Finanzkrise. Das ist natürlich ein zeitloses Thema, aber nicht in dieser Form: Mit seinen vielen Erklärungen und dem dauernden Fachvokabular mutet „Mörderische Rendite“ (Warner Bros.) von Georg Ludy (Buch) und Martin Enlen (Regie) wie die adaptierte Broschüre einer Verbraucherzentrale an. Neben der Spannung bleibt beinahe zwangsläufig auch der Humor auf der Strecke. Viel schlimmer ist jedoch, dass sich der Film nicht für seine eigene Geschichte zu interessieren scheint: Weil sich alles nur ums Geld dreht, gerät zwischendurch regelmäßig in Vergessenheit, dass es nach der Erschießung eines Bankfilialleiters um Mord geht.



















