Foto: ZDF / Christine Schroeder Es muss etwas geschehen, es wird etwas geschehen. In den drei neuen Episoden der erfolgreichen ZDF-Sonntags-Reihe „Dr. Nice“ (Dreamtool Entertainment) arbeitet die auf ihr Ego fixierte Titelfigur ernsthafter denn je an ihren emotionalen Schwächen. Die Zweiteilung der 2025er-Staffel von „Dr. Nice“, dieser Reihe, zu deren Stärken die horizontale Erzählung gehört, mag aus Zuschauersicht unbefriedigend sein, aber ist sie plausibel. Mehr noch als die drei Episoden im Frühjahr wirken die drei neuen Filme (ab Ende August im ZDF-Stream) wie eine Einheit. Das Autorenduo Elke Rössler und Simon X. Rost hat seit 2023 neunmal reichlich Stoff ausgesät, Charaktere und Beziehungen entwickelt, um in diesem Herbst eine volle Ernte einzufahren. Nachdem „Dr. Nice“ Anfang des Jahres ein bisschen die Luft auszugehen schien, zeigt sich nun, was eine gute Langlauf-Reihe auszeichnet, die etwas anders sein will als der Unterhaltungsfilm-Durchschnitt. Diese Analyse gibt Aufschluss.
