Kötz, Kogge, Driest, Prietzel, Henning. Das Opfer bekommt lebenslänglich
Foto: WDR Ein hilfloses Kind, gefangen in seinen Gefühlen, eingeschlossen wie in einem Kokon. Die Regisseure Claudia Prietzel und Peter Henning erzählen in „Schande“ (1999) die Geschichte der 12jährigen Bénice. Sexuell missbraucht flüchtet sie sich mehr und mehr in eine eigene Welt. Der außergewöhnliche WDR-Fernsehfilm nach dem Drehbuch von Burkhard Driest zeigt die stille Leidensgeschichte seiner Heldin unspekulativ und ohne falschen pädagogischen Ehrgeiz. Der Zuschauer wird Zeuge, wie sich die Erwachsenen an der Überführung der Täter abarbeiten. Das Opfer indes bleibt auf der Strecke. Die Erzählperspektive macht es anders – und genau diese subjektive Wahrnehmung ist der Schlüssel zur Einzigartigkeit des Films.




