Wuttke, Hammelstein, von Dohnányi, Proehl, Westholzer. Deftig-skurrile Provinz-Posse
Foto: HR Ein Fremder taucht in einem Dorf auf und alle spielen verrückt: „Heute stirbt hier Kainer“ (HR) ist ein kraftvoller, komischer, sich bis zum bleihaltigen Showdown steigernder Irrsinn im Western-Style. Martin Wuttke als todgeweihter Einzelgänger, der auf dem Land seine letzte Ruhe finden will, ist ein Ereignis. Dazu bevölkern Langfilm-Debütantin Maria-Anna Westholzer (Drehbuch und Regie) und Michael Proehl (Drehbuch) ihre bizarre Geschichte mit herrlich abgedrehten Nebenfiguren. Verzweiflung, Hingabe, Gewalt und Tod vor stimmungsvoll fotografierter Landschaft, einfalls- und wendungsreich, manchmal auch einfach nur gaga, bis hin zum sinnfreien Finale mit simpler Freude am Ballern.
