Foto: SR / Manuela Meyer Über Generationen haben sie sich bekämpft, die Feidt- und die Louis-Sippschaft. Nach zwei Todesfällen herrscht absoluter Ausnahmezustand zwischen den Familien. Die Kommissare können sich nur wundern ob dieser kranken Familienfehde Shakespearschen Ausmaßes. Kollegin Baumann wundert indes gar nichts; sie ist in diesem Horror-Nest aufgewachsen … Konfrontiert mit ihrer Vergangenheit, agiert sie am Rande eines Disziplinarverfahrens. Ein Grund für ihre Überreaktion: das Wiedersehen mit ihrem Bruder, einem abgedrehten Verschwörungstheoretiker. Außerdem holt der Montagues-Capulets-like Schicksalsplot Aspekte ihrer eigenen amourösen Biografie aus der Verdrängung. „Das Böse in Dir“ (SR, Degeto / Bavaria Fiction) entwickelt sich auf der Grundlage zweier Zwischenton-reicher „Julia & Julia“-Variationen. Die Autorinnen finden die richtige Portion Moral für ihre stimmig-stimmungsvolle, bestens besetzte Dorftragödie zwischen unerfüllter Liebe und purem Hass, und die Regisseurin findet die passenden Bilder dafür. Und das Quartett? Das wächst immer besser zusammen.

