Heike Makatsch, Angela Winkler, Wendrich, Gebbe. Auf hohem Niveau gescheitert
Foto: SWR / Ziegler Film Die Voraussetzungen für den „Tatort – Fünf Minuten Himmel“ sind vielversprechend: Heike Makatsch als Kommissarin und die eigenwillige Arthaus-Regisseurin Katrin Gebbe („Tore tanzt“). Beide erfüllen die Erwartungen: Die verschlossene, differenziert gespielte Heldin spiegelt sich in einer spröden Inszenierung ohne Gefälligkeitsästhetik. Dafür ist die Geschichte ein Mischmasch aus Whodunit, wilden Kunstfilm-Metaphern und wüstem Sozialdrama. Viel Handlung, viel zu viele Figuren, um Verwirrung zu stiften und so das Mörderratespiel nicht zu gefährden. Angenehm anti-psychologisch, aber eben auch dramaturgisch diffus. Und im Detail viele SWR-typische Fremdschämsituationen, die an die Striesow-„Tatorte“ erinnern.

