Foto: WDR / Wolfgang Ennenbach Der erste von drei neuen Beiträgen zur diesjährigen ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ erzählt eine typische Aschenputtel-Geschichte, die wie eine „Herzkino“-Romanze sonntags im ZDF wirkt: Titelfigur des Films „Helene, die wahre Braut“ (WDR / Zieglerfilm) ist eine von der Stiefmutter geknechtete junge Frau, die sich eines Tages in einen schmucken Prinzen verliebt. Dessen Vater hat jedoch längst eine Hochzeit arrangiert, um einen Pakt mit dem benachbarten Königreich zu besiegeln. Regisseur Zoltan Spirandelli hat die Handlung (Buch: Katja Kittendorf) recht brav und konsequent im Stil der der meisten ARD-Märchen umgesetzt: mit Figuren, die umgehend als rechtschaffen oder böse zu erkennen sind, mit viel Sonnenschein und wenig Zwischentönen. Ausgleich für die holzschnittartigen Figuren ist die gegen gängige Schlankheitsideale besetzte Fee Cleo. Ihre ironischen Kommentare sorgen für Heiterkeit und geben dem ansonsten altbackenen Märchen einen modernen Anstrich.
