Foto: Sky / Nik Konietzny Gäbe es nicht diesen kleinen Durchhänger in der Mitte, „Souls“ (Sky / Geißendörfer) wäre eine der drei Topserien des Jahres. Auch so sind die maßgeblich von Alex Eslam geprägten acht Folgen jedoch mehr als sehenswert, zumal sie eine höchst originelle Geschichte erzählen. Letztlich geht es um die Frage, ob der Tod das Ende ist. Die Antwort geben Eslam (Buch und Regie) und sein Team auf drei Zeitebenen, die nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch kunstvoll miteinander verwoben sind. Die verschiedenen Handlungsstränge ergänzen sich, stellen sich mitunter aber auch gegenseitig in frage. Hauptfigur ist zunächst eine Piloten-Witwe, die in einer Zeitschleife feststeckt: Jeden Tag versucht sie vergeblich, das Leben ihres Gatten Leo zu retten. 15 Jahre später behauptet ein 14-Jähriger, er sei in seinem früheren Leben Leo gewesen. Weitere zehn Jahre später versucht eine junge Journalistin, einen Sektenführer zu entlarven: Der Mann kann angeblich beweisen, dass die Seele unsterblich ist. Umsetzung, Ensemble, Bildgestaltung und Musik der Sky-Serie sind herausragend.
