Foto: Netflix Die liebevoll ausgestattete neunteilige Comedy-Serie „Kacken an der Havel“ (Netflix / Warner Bros.) erzählt die Geschichte des Berliner Pizzabäckers Toni (Anton „Fatoni“ Schneider), der mit knapp 40 immer noch vom Durchbruch als Rapper träumt. Ausgerechnet der tragische Unfalltod seiner Mutter verhilft ihm zum künstlerischen Höhepunkt, aber zunächst muss er zum ersten Mal seit vielen Jahren zurück in sein brandenburgisches Heimatdorf, wo er erfährt, dass er einen 13-jährigen Sohn hat. Die Schaad-Brüder haben eine schräge, turbulent inszenierte Serie kreiert, die wahnwitzig tempo- und einfallsreich beginnt, bevor sich die trotz des Genres durchaus zu Herzen gehende Beziehung zwischen Vater und Sohn ins Zentrum der Geschichte schiebt und man als Zuschauer ein bisschen durchschnaufen kann. Im Dauerwitz-Gaga-Feuerwerk zuvor zünden zwar nicht alle Gags, für einen oder zwei unterhaltsame, untypisch deutsche Comedy-Fernsehabende ist das aber mehr als genug.

