Foto: NDR / Alexander Fischerkoesen Während „Und alles wegen Mama“ (1998), eine Ausnahme-Komödie mit dem Zeug zum Kultfilm, zur Archivleiche verkommen ist, legen nun das Autoren-Duo Einrauch/Kurzawa sowie Regisseurin Hermine Huntgeburth mit „Tödliches Comeback“ (NDR / Josefine Filmproduktion) eine ähnlich gut geschriebene und vorzüglich inszenierte Komödie um eine weitere „Familie“ vor, die mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Die Geschichte hat ein prima Tempo, Szenen und Spiel besitzen ein perfektes Timing, und die Beiläufigkeit der Komik ist ein gelungener Kontrast zur deutlich schrägen Personnage. Jede noch so randständig wirkende Figur bringt eine besondere Note ins Spiel – und der jeweilige Darsteller des Top-Ensembles verleiht ihr Klasse. Außergewöhnlich sind auch Fischerkoesens Kameraarbeit, der grummelige Indie-Score, ja sogar die Schauspieler sind recht gut bei Stimme in dieser Komödie mit Gesangs- & Krimibeilage. Und aus alldem ergibt sich ein exzellenter Flow.
