Foto: Degeto / WDR / W&B / Mark Cassar / Leni Wesselman Nach „Flucht in die Karpaten“ (2016), „Blutiger Tango“ (2019) und „Polarjagd“ (2024) ist auch „Kalte Sonne“ (WDR, Degeto / W&B Television) wieder ein fesselnder, konzentriert erzählter, top besetzter und inszenierter Thriller aus der losen „Zielfahnder“-Reihe, der sich wohltuend von konventionellen Ermittler-Krimis abhebt. Es muss nicht immer Mord sein. Die Seelen junger Menschen zu töten, bietet vielleicht sogar eine größere Fallhöhe. Das Verbrechen, dessen sich das Zielobjekt schuldig gemacht hat, ist Mädchenhandel – als Kopf eines internationalen Netzwerks, das teilweise minderjährige Frauen sexuell gewaltsam ausbeutet. Beschattungs- und Einbruchsszenen, Kämpfe, eine Verfolgungsjagd, Todesgefahr, Flucht, ein Kugelhagel-Finale – Es ist alles drin, was das Genre auszeichnet, große Emotionen inklusive. Die Handlung ist reduziert, plausibel die Psychologie und wo Blicke und Gesten genügen, wird auf Worte verzichtet.

