Foto: ZDF / Nik Konietzny Mittfünfzigerin Anne (Meret Becker) lebt einsam auf einem brandenburgischen Bauernhof, als eines Tages ihre achtjährige Enkelin (Luise Landau) vor der Tür steht, weil ihre Mutter, Annes Tochter, im Gefängnis sitzt. Rasch ist das Leben der eigenbrötlerischen Frau völlig auf den Kopf gestellt. Zunächst aber ist da die Ankündigung „Familie is nich!“ (ZDF, Arte / Lieblingsfilm), mit der Anne ihre Enkelin gleich mal einzunorden versucht. Der Film ist denn auch weniger ein Familiendrama als das Porträt einer Frau, die sich verändert, von der Vergangenheit löst und sich für andere öffnet, wunderbar verkörpert von Meret Becker. Fazit: eine „kleine“ und unsentimentale Geschichte über drei Generationen eigenwilliger, unkonventioneller, temperamentvoller Frauen. Mit leichten dramaturgischen Holperern.


