Foto: NDR / Georges Pauly Wie die „Mocro-Mafia“ mit Drogen, Gewalt und Bestechung den Staat untergräbt: Die vorweihnachtliche „Tatort“-Doppelfolge überschreitet als knallharter Thriller um einen entführten verdeckten Ermittler buchstäblich Grenzen – mit einem gemeinsamen Polizei-Einsatz in Deutschland und den Niederlanden, aber auch mit einer für „Tatort“-Verhältnisse ungewöhnlich komplexen und beängstigend nahe an der Realität erzählten Geschichte. Das dichte und vielschichtige Drehbuch von Alexander Adolph und Eva Wehrum setzen Regisseur Hans Steinbichler und Kameramann Alexander Fischerkoesen erstklassig in Szene – düster, konsequent, außergewöhnlich packend. Dabei muss sich der Einzelgänger Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) auf einen wunderlichen Computer-Nerd und eine reservierte niederländische Kollegin einlassen. Denis Moschitto feiert einen überzeugenden Einstand, Gaite Jansen in der deutsch-niederländischen Koproduktion von NDR und NPO ein eindrucksvolles Gastspiel.

