Foto: WDR / Armin Dierolf Romeo und Julia in Kleinmachnow: Florian Aigner (Buch und Regie) verknüpft mit seinem gerade von Emilie Neumeister und Ludwig Simon vorzüglich gespielten deutsch-deutschen Debütdrama „Im Niemandsland“ (WDR, Arte / Flare Film, Buntfilm) eine Teenager-Romanze mit der Katerstimmung nach der Wende. Katja aus Westberlin verliebt sich im Sommer 1990 ausgerechnet in den Sohn jenes Ehepaars, das im einst enteigneten Eigenheim ihres Großvaters lebt. Aigner hat den Film im Format 4:3 gedreht. Auf diese Weise konnte er nahtlos „Tagesschau“-Ausschnitte integrieren, die regelmäßig über den Fortgang der Wiedervereinigung informieren. Während die beiden Jugendlichen für die Zukunft stehen, liefern sich die Eltern einen erbitterten Streit um das Haus. Die entsprechenden Wortwechsel klingen mitunter klischeehaft, verdeutlichen aber, wie verhärtet die Fronten waren.

