Foto: ZDF, Arte / Conny Klein Jan Josef Liefers erzählt in seiner dritten Regie-Arbeit „Honecker und der Pastor“ (ZDF, Arte – Radio Doria Film) eine historische Episode, die wie ein Märchen klingt. Der bis vor kurzem noch mächtigste Mann der sozialistischen DDR und seine ebenfalls mächtige Frau müssen knapp drei Monate nach dem Fall der Mauer ihr Zuhause in Wandlitz räumen, finden keine sichere Bleibe und werden wochenlang von einem evangelischen Pastor und seiner Familie aufgenommen. Drehbuch-Autor Fred Breinersdorfer sorgt für einen spannenden, ernsthaften und auch mal skurrilen und tragikomischen Clash der Weltanschauungen. Glänzendes Ensemble (Bauer, Kühnert, Selge, Schnitzler) in einem wunderbar fotografierten Film (Ralf Noack) über die tiefer gehende Frage, ob Versöhnung angebracht und möglich ist.
