Foto: ZDF / Marc Meyerbröker „Ein verhängnisvoller Plan“ (Cinecentrum Berlin) klingt simpel – und nach ZDF. Dieser bereits preisgekrönte Fernsehfilm ist aber alles andere als ein Allerwelts-TV-Thriller. Der Film ist hochspannend in all seinen Szenen und Details. Ein unheilvoller Score legt sich über atmosphärestarke Bilder und präzise geschnittene Sequenzen. Die dramatischen Wendungen lassen sich auch retrospektiv noch logisch erklären, es wird verzichtet auf das stereotype Auslegen falscher Fährten, dafür gibt es einen ambivalenten Protagonisten, bei dem man sich nie ganz sicher sein kann, was ihn antreibt. Ist dieser Kommissar, der seine tote Geliebte im Wald verscharrt, ein Mörder? Oder wird ihm heimtückisch mitgespielt? So oder so, sein Verhalten – und nur das bekommt der Zuschauer lange Zeit zu sehen – ist unmoralisch. Ein Polizist, der zum Täter wird, ein Profi, der sein Wissen über das Verbrechen missbraucht, sich schuldig macht, und vielleicht gibt es ja sogar einen unsichtbaren Dritten: Dieser Stoff mit seiner klugen Verzahnung von Hauptfigur und Plot hätte sicher auch Hitchcock gefallen!




