Foto: ZDF / Martin Rottenkolber Eine angehende Stewardess lebt mit ihrem neunjährigen Sohn in einem Zelt am Rande der Stadt. „Sterne über uns“ (ZDF, Arte / 2Pilots), das Spielfilmdebüt von Christina Ebelt, erzählt die Odyssee einer alleinerziehenden Mutter, herausragend verkörpert von Franziska Hartmann. Wie den Alltag mit Kind bewältigen, wenn man plötzlich obdachlos ist? Wie mit der Scham und der Verzweiflung umgehen? Der Film passt in die aktuelle Debatte über die Wohnungsnot in den Großstädten, ist aber weder Sozialdrama noch „Themenfilm“. Auch wenn manches Detail unwahrscheinlich erscheint: Ebelt zeichnet das bewegende Porträt einer Frau, die mit beeindruckender Willensstärke um ihr Glück und das Wohl ihres Kindes kämpft. Sie verzichtet dabei auf eine glatt polierte Handlung, in der scheinbar alle Fragen beantwortet werden. Dafür erzeugt die ruhige, unspektakuläre Inszenierung eine große Nähe zu den Protagonisten. Ein „Kleines Fernsehspiel“ des ZDF, das zu entdecken sich lohnt.
