Foto: ZDF / Marie Zahir Zuerst ist es die große Liebe, aber dann endet die Idylle abrupt, als sie die Gretchenfrage stellt: Willst du Kinder? „Liebesfilm“ (ZDF / Basis Berlin) ist dem Titel zum Trotz kein ZDF-„Herzkino“. Emma Rosa Simon und Robert Bohrer erzählen in ihrem gemeinsamen Regiedebüt die etwas sperrige Geschichte eines Berliner Taugenichts, der sich geschickt jeder Verantwortung entzieht: Lenz ist Anfang dreißig und lebt unbekümmert vom Geld seines Vaters in den Tag hinein. Für Irritationen sorgen regelmäßige Begegnungen mit imaginierten Zeitgenossen, die ähnlich aus dem Nichts auftauchen wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff, dass in der Spree havariert ist. Das ist alles ein bisschen seltsam und mitunter verwirrend, zumal es keine echte Erzählstruktur gibt, aber unterm Strich unterhaltsam und abwechslungsreich.
