Foto: Degeto / Britta Krehl Endlich eine Unterhaltungsfilmreihe, in der anders geholfen wird als in den Fernsehkliniken, -praxen und -beratungsstellen: nicht professionell, sondern im Vorbeigehen – oder besser: im Vorbeifahren. In „Die Drei von der Müllabfuhr“ (Degeto / Bavaria Fiction) sind kernige Typen in orangefarbenen Overalls am Werk, die mit offenen Augen durch Berlin fahren. Der Arbeitsplatz als ein Ort der Gemeinschaft, der Kiez als Biotop für Nächstenliebe, Moral & gesunden Menschenverstand, dazu drei Helden als eine Art zwischenmenschliche Feuerwehr: Das alles versprüht mehr als nur einen Hauch von Sozialromantik – und das Ganze hätte leicht auch naiv & kitschig werden können. Doch in dieser neuen Freitagabend-Reihe stimmen narrative Komposition und filmische Anmutung gleichermaßen. Es ist hier die gelungene Mischung aus Alltagsthemen und einer beiläufigen Erzählweise, die die Musik macht. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten in „Dörte muss weg“ & „Baby an Bord“ auch Kamera und Schnitt. Herzstück aber ist die stimmige Besetzung rund ums Zugpferd Ochsenknecht.
