Foto: Degeto / Svenja von Schultzendorff Die Herausgeberin eines feministischen Magazins der ersten Stunde nimmt gern noch alles selbst in die Hand. Dabei steht sie kurz vor ihrem achtzigsten Geburtstag. Erst eine Augen-Not-OP bremst sie aus: Die Ikone der Frauenbewegung muss sich helfen lassen, ausgerechnet von ihrem Sohn, der ein Leben lang unter seiner dominanten öffentlichen Mutter gelitten hat. Mag der Kern von „Einmal Sohn, immer Sohn“ (C-Films Deutschland) auch schwer sein, so ist doch die Verpackung ARD-Freitagsfilm-gemäß leicht. Die Degeto-Komödie ist psychologisch stimmig, das Personal angenehm überschaubar, die Besetzung sehr treffend und das Spiel durchaus nuancenreich. So kann man darüber hinwegsehen, dass die Probleme nicht vertieft werden und die Dramaturgie sehr vorhersehbar ist. Diesem Film fehlt der fade Beigeschmack. Den Wohlfühlschluss haben sich die (sympathischen) Figuren verdient.

