Foto: RTL / Story House / Kuhn Kaum ein Mythos hat so wenig mit der Realität gemein wie die Geschichte von Elisabeth von Österreich, hierzulande dank der gleichnamigen Trilogie aus den Fünfzigerjahren als „Sissi“ bekannt; dabei hieß sie Sisi. Auch die RTL-Serie „Sisi“ (Story House, Satel Film) erzählt nicht die ganze traurige Wahrheit, ist aber deutlich dramatischer als die verkitschte Heimatfilm-Romanze über die Ehe mit Franz Joseph. Sehenswert ist die Serie (nach bisher nur zwei zur Verfügung stehenden Folgen) vor allem wegen Dominique Devenport und Jannik Schümann in den beiden Hauptrollen. Die gebürtige Schweizerin verkörpert die kommende Kaiserin, die mit ihren Aufgaben wächst, als sympathischen Wildfang, und er versieht den jungen Herrscher mit einer reizvollen Abgründigkeit. Damit die Kamera nicht nur in prächtigen Kulissen und aufwändigen Massenszenen schwelgt, hat sich das Drehbuchteam allerlei künstlerische Freiheiten erlaubt, die die Geschichte um ein bisschen Abenteuer ergänzt. Die eindrucksvolle Inszenierung besorgte „Ku’damm“-Regisseur Sven Bohse. Serien-Premiere im Pay-TV.
